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Diese Tatsache ist durch neue wissenschaftliche Versuche erneut bestätigt und dazu wesentlich erweitert worden. Prof. Dr. Klein in Bonn entdeckte Kleinlebewesen, die sogenannte Nektarhefe, die durch Bienen und andere Insekten von Blüte zu Blüte übertragen wird, in diesen sich auswächst und entfaltet. Fehlt diese Nektarhefe im Viehfutter, so wird der Eiweißaufbau im Pansen der Wiederkäuer nur sehr mangelhaft oder gar nicht erfolgen, weil ohne die Mitwirkung eben dieses wichtigsten Kleinlebewesens der so notwendige Nährstoff, das Eiweiß, sich nicht bilden kann. Professor Klein fütterte beispielsweise viereinhalb Jahre lang Schafe mit Strohmelasse und Stärke, also mit nahezu eiweißfreiem Futter. Solange er diesem Fütter täglich 1 g Nektarhefe beifügte, blieben die Tiere bei bestem Wohlbefinden und zeigten auch eine erkennbare Freßlust. Ließ er die Nektarhefe weg, so trat schon nach wenigen Tagen Appetitlosigkeit ein, die Tiere erkrankten an Eiweißmangel! Bei ähnlichen Versuchen mit Rindern erfährt man das gleiche. Prof. Klein kommt deshalb zu den Schlußfolgerungen: Zurück zur blumigen Wiese! Sorgt für blütenreiches Futter und für ausgiebigen Bienenbeflug! Denn: „Der Dienst der Bienen an der Wiesenbefruchtung mit Nektarhefe ist wohl noch bedeutender als ihr Dienst an der Samenwirtschaft und Obstblütenbefruchtung. Ja! Ohne Bienen keine Milcherzeugung, ohne Bienen keine Wollerzeugung, ohne Bienen überhaupt kein Wachstum für Tiere, keine Zeugung und keine Fortpflanzung!" (Siehe dazu „Neues über den mittelbaren Nutzen der Bienen", von H. Bansbach im Rundschreiben des Verbands Südwestdeutscher Imker Nr. 2/48).